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Privacy4DRM

Im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung BMBF führte das Fraunhofer IDMT gemeinsam mit dem Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) und dem Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft der Technischen Universität Ilmenau eine Studie zur Analyse ausgewählter Systeme zum Digital Rights Management (DRM) durch.

Kontakt:
Prof. Dr. Rüdiger Grimm

Patrick Aichroth

 

Links:
Studie zum Download

Unabhängiges Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD)

TU Ilmenau – Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft


 

Die Entwertung der Urheberrechte im Internet deckt einen Interessenkonflikt zwischen Anbietern und Kunden digitaler Waren auf. Die Anbieter bewerten den unzureichenden Schutz der Urheber und Verwerter als Entwicklungshemmnis digitaler Vertriebsmöglichkeiten. Um den Urheber- und Verwertungsschutz technisch durchzusetzen, werden technische Systeme entwickelt, die eine Verfolgung der Nutzerspuren im Internet ermöglichen. Die Kunden befürchten dabei zunehmende Überwachung und Kontrolle und vermeiden die Nutzung derartiger Systeme. Es droht der Verlust an spezifischen Innovationspotenzialen einer globalen Informationsgesellschaft.

Ziel der Studie war es, die vorhandenen DRM-Systeme unter dem Gesichtspunkt des Daten- und Nutzerschutzes zu untersuchen und zu bewerten. Dabei wurden die Innovationspotenziale einer technisch-organisatorischen Unterstützung datenschutz- und nutzungsfreundlicher DRM-Mechanismen und der ihnen zu Grunde liegenden Vertriebsmodelle identifiziert und in Hinblick auf ihre Verwirklichungsmöglichkeiten bewertet.
Das Projekt untersuchte beispielhaft konkrete DRM-Systeme. Dabei wurden drei Aspekte untersucht: Erstens technisch die Handhabbarkeit der Nutzungskontrolle und die Datenspuren, die die Systeme erzeugen. Zweitens juristisch die Anforderungen durch das Urheberrecht und den Datenschutz und die Aufdeckung eventueller Widersprüche. Drittens ökonomisch die Identifikation von Elementen von Geschäftsmodellen, die sich aus der Anforderung an Nutzungsfreundlichkeit und Datenschutz ergeben.

Die Studie hat zum Ergebnis, dass heutige DRM-Systeme keinen fairen Ausgleich zwischen Urheberrechten und Nutzerinteressen bieten, da sie mit umfassenden Nutzerprofilen verbunden sind und die weitere persönliche Verwertung der erworbenen Güter beschränken.


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