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 Fraunhofer-Gesellschaft
   
 Abteilungsverbund Audio/Multimedia

 

Fraunhofer- Gesellschaft
Die im August 2008 in Oldenburg gegründete Projektgruppe für Hör-, Sprach- und Audiotechnologie des Fraunhofer IDMT verbindet die weltweit anerkannte Oldenburger Hörforschung mit den am Fraunhofer IDMT entwickelten Kompetenzen und Technologien. Ziel der Projektgruppe ist es, die wissenschaftlichen und technologischen Erkenntnisse in den Bereichen der Hör-Rehabilitation, Sprachkommunikation und Audiotechnik weiterzuentwickeln und so das Hören im Alltag entscheidend zu verbessern.
 

Kontakt:
Birger Kollmeier

Projektgruppe
Hör-, Sprach- und Audiotechnologie
Haus des Hörens
Marie-Curie-Straße 2
26129 Oldenburg

Wegbeschreibung

 

Stadt der Wissenschaft

Unsere Sinne eröffnen uns den Weg zur Umwelt. Das Hören ist zur Sprachkommunikation und für die Wahrnehmung unserer Umgebung von unverzichtbarer Bedeutung. Nicht nur Menschen mit Hörproblemen, sondern auch Normalhörende und Menschen mit einem geringen Hörverlust haben in akustisch schwierigen Umgebungen besondere Höransprüche – etwa beim Sprachverstehen im Störschall, an einem lauten Arbeitsplatz, im Auto oder an öffentlichen Plätzen.

Mit den Forschungsschwerpunkten »Audio-Systemtechnik für Audiologie und assistive Systeme«, »Hör-Unterstützung in Kommunikationsumgebungen« und »Persönliche Hörsysteme« adressiert die Oldenburger Projektgruppe Kunden in den Branchen Gesundheit, Verkehr, Multimedia, Telekommunikation und Sicherheitstechnologie.

Als Grundlage für Forschung und Weiterentwicklung dienen

  • Hörmodelle für das normale und das beeinträchtigte Gehör
  • Methoden zur Vorhersage und Messung der Sprachverständlichkeit unter akustisch schwierigen Bedingungen
  • Audio- und Signalverarbeitung zur optimalen Präsentation von Sprache (Störgeräuschreduktion, Echokompensation, Richtungsfilterung)
  • Robuste Spracherkennung auf Basis auditorischer Merkmale
  • Technologien zur Detektion und Klassifikation von Geräuschen bis hin zu komplexen akustischen Szenen

Persönliche Hörsysteme

Im Forschungsbereich »Persönliche Hörsysteme« werden klassische Audio-Geräte wie etwa Unterhaltungsmedien (TV, MP3-Player) oder Kommunikationssysteme (Mobil-, Internet-, Freisprechtelefone) mit persönlichem Gehörschutz und rehabilitativer Hörtechnik ausgestattet. Einerseits erfolgt dies durch die Integration von Signalverarbeitungsstrategien wie sie bisher in medizinischen Hörhilfen zum Einsatz kommen. Andererseits entstehen durch die Kombination von herkömmlichen Audio-Geräten mit medizinischen Hörhilfen Lösungen um alle Altersgruppen, Schwerhörigkeitsformen und Hörsituationen in verschiedensten Anwendungsszenarien zu unterstützen. Insbesondere Personen mit geringem und daher in der Regel nicht medizinisch versorgtem Hörverlust können so von der rehabilitativen Hörtechnik profitieren.

Audio-Systemtechnik für Audiologie und assistive Systeme

Der Schwerpunkt »Audio-Systemtechnik für Audiologie und assistive Systeme« kombiniert  die Oldenburger Expertise im Bereich der Hörunterstützung, Signalklassifikation und -Auswertung mit dem Ilmenauer Know-how im Bereich der natürlichen, räumlichen Klangwiedergabe. So wird z. B. die Anwendung der Wellenfeldsynthese in der Audiologie und der multimedialen Hörgeräteanpassung untersucht. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt liegt im Bereich des »Ambient Assisted Living« (AAL),  der technologieunterstützten Anpassung von Lebenswelten an individuelle Nutzerbedürfnisse. Neben der verbesserten Sprachverständlichkeit bei der Medienrezeption steht hier auch das akustische Monitoring des Wohnraums älterer oder hilfsbedürftiger Menschen sowie die robuste Sprachsteuerung für die Bedienung von Geräten und Gebäudeleittechnik im Mittelpunkt.

Hör-Unterstützung in Kommunikationsumgebungen

An der Verbesserung der Sprachverständlichkeit in öffentlichen Räumen, am Arbeitsplatz oder im Auto wird im Bereich der »Hör-Unterstützung in Kommunikationsumgebungen« geforscht. Dabei kommen Signalverarbeitungsstrategien zur Verbesserung der Sprachverständlichkeit, wie etwa Störgeräuschreduktion, Echo-Kompensation oder Cross-Talk-Cancellation zum Einsatz. Darüber hinaus werden modell-basierte Simulations-Systeme für die Hörbarkeit und Sprachverständlichkeit optimiert. Sie erlauben eine rechnergestützte Bewertung der Sprachverständlichkeit in verschiedensten Kommunikationsumgebungen sowie die Einschätzung der Verbesserung, die durch zusätzliche Signalverarbeitung erreicht werden kann.

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