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 Abteilungsverbund Audio/Multimedia

 

Geschäftsfeld Audiocodierung für spezielle Anwendungen

Seit Einführung der digitalen Technik im Audiobereich ist die Forschung bestrebt, die Datenrate multimedialer Daten zu reduzieren. Der hohe Speicherbedarf unkomprimierter Daten, begrenzte Übertragungsraten im Digitalen Rundfunk und die Audioübertragung via Internet erforderten eine radikale Schlankheitskur der Signale. In Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS in Erlangen arbeitet das Fraunhofer IDMT sowohl an gehörangepassten als auch an verlustfreien Codierverfahren mit dem Ziel, ein Optimum an Datenreduktion und Audioqualität zu erreichen.

 

Kontakt:
Gerald Schuller
Eigene Publikationen

 
Links und Partner:
Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS

Abteilungsverbund Audio/Multimedia
 

Veröffentlichungen:
Liste aller bisherigen Veröffentlichungen

In den vergangenen Jahren wurden Verfahren entwickelt, deren gemeinsames Ziel es war, die Datenrate zu reduzieren. Im Ergebnis gibt es heute eine Reihe von Codecs (Coder-Decoder), die zum Teil beträchtliche Mengen an Daten einsparen, der wohl bekannteste ist bis heute MPEG Audio Layer-3, kurz MP3.

Mittlerweile haben sich grundlegende Herangehensweisen an die Audiocodierung herauskristallisiert. Dabei handelt es sich zum einen um die gehörangepassten verlustbehafteten Verfahren (engl. lossy coding), die eine hohe Kompressionsrate digitaler Audiodaten bei hoher Soundqualität ermöglichen. Eine bit-identische Wiederherstellung der Originaldaten ist danach jedoch nicht mehr möglich. Im Gegensatz dazu ermöglichen die verlustlosen Codierverfahren (Lossless Coding) die Kompression digitaler Audiodaten ohne jeglichen Qualitätsverlust. Dieses Verfahren ist dadurch vor allem für den professionellen Bereich äußerst interessant.

Das Fraunhofer IDMT arbeitet in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IIS an beiden Codierverfahren. Die Lossless Codierung, welche mit Codern wie MPEG-4 AAC kombiniert werden kann, findet vor allem Anwendung bei der Archivierung von Audiosignalen im Rundfunk, Bibliotheken oder in Tonstudios für die Speicherung von Audiodaten, das verteilte Arbeiten und die digitale Übertragung. Außerdem wird das Codierverfahren bei der Digitalisierung und Speicherung von alten Aufnahmen zur Restauration angewandt.

Der neue Ultra Low Delay Codec kommt dort zum Einsatz, wo die digitale Übertragung von Audiosignalen in (nahezu) Echtzeit minimale Verzögerungszeiten bei der Codierung erfordert. Insbesondere für drahtlose Mikrofone und Lautsprecher sowie beim Mithören des Signals vom Mischpult, dem so genannten »In-Ear-Monitoring« sind minimale Verzögerungszeiten bei der Codierung erforderlich. Der Ultra Low Delay Codec überzeugt mit einer sehr guten Wiedergabequalität der Signale, ohne das deutliche Verluste in der Hörqualität im Vergleich zu gängigen Audiocodern akzeptiert werden müssen.

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