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In den vergangenen Jahren wurden Verfahren entwickelt, deren
gemeinsames Ziel es war, die Datenrate zu reduzieren. Im Ergebnis
gibt es heute eine Reihe von Codecs (Coder-Decoder), die zum
Teil beträchtliche Mengen an Daten einsparen, der wohl
bekannteste ist bis heute MPEG Audio Layer-3, kurz MP3.
Mittlerweile haben sich grundlegende Herangehensweisen an
die Audiocodierung herauskristallisiert. Dabei handelt es
sich zum einen um die gehörangepassten verlustbehafteten
Verfahren (engl. lossy coding), die eine hohe Kompressionsrate
digitaler Audiodaten bei hoher Soundqualität ermöglichen.
Eine bit-identische Wiederherstellung der Originaldaten ist
danach jedoch nicht mehr möglich. Im Gegensatz dazu ermöglichen
die verlustlosen Codierverfahren (Lossless
Coding) die Kompression digitaler Audiodaten ohne
jeglichen Qualitätsverlust. Dieses Verfahren ist dadurch
vor allem für den professionellen Bereich äußerst
interessant.
Das Fraunhofer IDMT arbeitet in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer
IIS an beiden Codierverfahren. Die Lossless
Codierung, welche mit Codern wie MPEG-4 AAC kombiniert
werden kann, findet vor allem Anwendung bei der Archivierung
von Audiosignalen im Rundfunk, Bibliotheken oder in Tonstudios
für die Speicherung von Audiodaten, das verteilte Arbeiten
und die digitale Übertragung. Außerdem wird das
Codierverfahren bei der Digitalisierung und Speicherung von
alten Aufnahmen zur Restauration angewandt.
Der neue Ultra
Low Delay Codec kommt dort zum Einsatz, wo die
digitale Übertragung von Audiosignalen in (nahezu) Echtzeit
minimale Verzögerungszeiten bei der Codierung erfordert.
Insbesondere für drahtlose Mikrofone und Lautsprecher
sowie beim Mithören des Signals vom Mischpult, dem so
genannten »In-Ear-Monitoring« sind minimale Verzögerungszeiten
bei der Codierung erforderlich. Der Ultra Low Delay Codec
überzeugt mit einer sehr guten Wiedergabequalität
der Signale, ohne das deutliche Verluste in der Hörqualität
im Vergleich zu gängigen Audiocodern akzeptiert werden
müssen.
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